3 Dinge, die Sie über Multi-Ressourcenplanung wissen müssen

img-istock_000016292241_fullGanz gleich, ob Sie in der Luftfahrt tätig sind, Außenteams bei einem Versorgungs- oder Bauunternehmen leiten oder die Lieferungen bei einem externen Logistikdienstleister koordinieren, eine optimale Planung Ihrer Ressourcen ist entscheidend für den Betrieb Ihres Unternehmens und die Zufriedenheit Ihrer Kunden.

Diese Planung, die bereits bei einer Ressourcen (z. B. den Arbeitern, Fahrzeugen oder Aufträgen) komplex ist, wird unendlich komplexer, wenn die Zahl der Variablen zunimmt. Wie sieht es beispielsweise aus, wenn einem Außenteam eine bestimmte Baumaschine zugewiesen werden soll? Was, wenn für den Transport des Außenteams zur Baustelle ein Fahrzeug benötigt wird? Bei sehr vielen und/oder stark spezialisierten Mitarbeitern steigt die Anzahl der möglichen Kombinationen exponentiell. Es wird unglaublich schwierig, die für eine maximale Effizienz optimale Planung dieser Ressourcen zu bestimmen.

Die Multi-Ressourcenplanung ist ein Bereich, in dem viele Unternehmen ‒ überfordert von der Komplexität ‒ Geld verlieren.

Wir sprachen kürzlich mit Adrian Gonzalez von Talking Logistics über einige der zentralen Anforderungen an die Zuordnung mehrerer Ressourcentypen bei der Planerstellung. Im Folgenden präsentieren wir einige Kernpunkte dieses Gesprächs für Unternehmen, die sich mit dieser komplexen Planungsherausforderung schwertun:

1. Je mehr Ressourcen geplant werden, desto höher die Gefahr von Ineffizienzen

Wenn ein Planer einen Plan für lediglich ein paar Variablen, sagen wir 5 Arbeiter und 5 Aufgaben, erstellt, geht die Zahl der möglichen Pläne schon in die Tausende. Geht man nun von einer typischen Personalstärke von mehreren tausend Arbeitern aus, die jeweils 5-10 Aufgaben pro Tag erledigen müssen, dann liegt die Zahl der möglichen Ergebnisse im Millionenbereich.

Kommt eine weitere Ressource, wie z. B. Lkw, Geräte oder vielleicht verschiedene Mitarbeiterkategorien, hinzu, wird es nahezu unmöglich, einen effizienten Plan, geschweige denn den effizientesten Plan, zu finden.

Diese Planungsaufgabe kann noch nicht einmal vom versiertesten menschlichen Planer bewältigt werden. Nur eine erstklassige Optimierungstechnologie kann rentable Lösungen für Aufgaben dieser Größenordnung liefern.

2. Integrierte Ressourcenplanung zur Effizienzsteigerung

Im Zusammenhang mit der Multi-Ressourcenplanung ist die Philosophie weit verbreitet, dass bei der Planung von den beschränktesten Ressourcen – Ausrüstung, Lkw etc. –, bei denen es sich i. d. R. um die teureren Ressourcen handelt, ausgegangen werden sollte. Eine solche schrittweise Planung funktioniert, wenn nur die teureren Ressourcen Engpässe darstellen. In vielen Fällen ist die Planung aber nicht so einfach: Planen die Planer danach komplexere Ressourcen, wie z. B. die Arbeiter, wird es für sie schwierig, Qualifikationen, Zertifizierungen und andere Spezialisierungen, die zur Erledigung einer bestimmten Aufgabe erforderlich sind, auf den bestehenden Plan für die teureren Ressourcen abzustimmen.

Diese separate Betrachtungsweise führt zu teuren Ineffizienzen. Effektiver ist es da, alle ressourcenbezogenen Daten in einem zentralen System zusammenzuführen und die Ressourcen gleichzeitig zu planen. Anstatt die Pläne am Ende des Planungsprozesses nachzubessern, ist es sinnvoller, alle Ressourcen zusammen zu planen und so besser aufeinander abzustimmen und besser auszulasten.

3. Umgang mit Änderungen am Tag der Ausführung

Auf lange Sicht einen rentablen Multi-Ressourcenplan zu erstellen, ist selbst mit einer wie auch immer gearteten Optimierungstechnologie ganz eindeutig eine Herausforderung. Doch die eigentliche Nagelprobe ist die Effizienz am Tag der Ausführung. Eines der besten Beispiele, das mir dazu einfällt, findet sich in der Luftfahrt.

Einer unserer Kunden, KLM Catering Services (KCS), hat die Aufgabe zu bewältigen, Flugzeuge nach ihrer Ankunft wieder effizient mit Bordmahlzeiten zu bestücken. Die Herausforderung dabei ist, wie jeder Vielflieger nachvollziehen kann, der Umgang mit sich verändernden Gegebenheiten wie Verspätungen, Stornierungen und Gateänderungen. Das bedeutet, dass die Fahrzeuge, Mahlzeiten und Vorfeld-Teams von KCS häufig umgeplant werden müssen, um den Anforderungen dieses veränderlichen Plans gerecht zu werden. Dank der direkten Anbindung an das Fluginformationssystem des Flughafens Schiphol kann Quintiq den Planern von KCS schnell und präzise einen Überblick über geänderte Flugzeiten und Flugzeugpositionen liefern und daraufhin die zugewiesenen Aufgaben automatisch anpassen, wobei der Planer durch Mustererkennung auf mögliche Auswirkungen hingewiesen wird.

Diese Art der zügigen Optimierung und Entscheidungsunterstützung für die Planer ist ein wichtiger Schritt zur Lösung der Multi-Ressourcenplanungsherausforderung.

Möchten Sie mehr über Multi-Ressourcenplanung erfahren? Dann sehen Sie sich hier Edwins Gespräch mit Talking Logistics an.

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