Die Rolle des Menschen als Planer in der Supply-Chain der Zukunft

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Während heute alle Welt von künstlicher Intelligenz, intelligenter Automatisierung und dem Internet der Dinge spricht, scheinen die Tage menschlicher Arbeitskräfte gezählt zu sein. Dazu vertreten auch viele Experten eine Meinung: Tom Randall von Bloomberg erklärt, dass Mitarbeiter umso eher ersetzbar seien, je routinemäßiger ihre Tätigkeiten ausfielen. Marc Ambasna-Jones schreibt im Guardian, dass Online-Weiterbildung eine große Rolle spielen wird, wenn es darum geht, Arbeitnehmer bei der Verbesserung ihrer Fähigkeiten und bei der Anpassung an Veränderungen zu unterstützen.

Aber was ist mit den Supply-Chain-Verantwortlichen? Welche Rolle werden sie in absehbarer Zukunft spielen? Diese Fragen haben wir drei Experten auf der Quintiq World Tour in Singapur gestellt, die Folgendes darauf antworteten:

Charlie Macdonald, Industry Executive für Produktion, Transport & Logistik, Telstra

„Wenn die Automatisierung traditionell Auswirkungen auf die Arbeiter hatte, wird dann die nächste Revolution Auswirkungen auf die Angestellten haben?

Können menschliche Planer durch intelligente Algorithmen ersetzt werden? Können Angestellte in anderen Positionen ebenso ersetzt werden? Meiner Meinung nach lautet die Antwort ‚ja’. Allerdings basieren die Systeme, mit denen die Planer arbeiten müssen, sowie ihre Beziehung zu den Lieferanten auf Vertrauen. Supply-Chains sind, ganz gleich wie stark wir sie automatisieren, tatsächlich durch Vertrauen und Beziehungen bestimmte Netzwerke.

Dabei ist der Mensch das zentrale Element der Zusammenarbeit in der Supply-Chain. Zwar können viele Entscheidungen durch sehr intelligente, sehr ausgeklügelte, sehr schnelle Algorithmen unter Rückgriff auf bis dato unvorstellbare Datenquellen verbessert und optimiert werden, aber die Kontrolle muss der Mensch haben.

Ich denke also, dass wir eine Rolle spielen werden, aber im Zusammenhang mit besseren Entscheidungen. Diese werden auf Tatsachen beruhen und nicht aufgrund von Emotionen getroffen werden.”

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Fausty David, Leiter Global Demand Management, FCI Electronics

„Wir sprechen hier von einem enormen Rückgang. Aus 15 bis 20 Planern werden drei effiziente globale Planer, die die Planung im Grunde strategisch angehen und sagen: ‚Hier steigen die Volumen, hier sinken die Volumen, hier sind die minutengenau gesetzten Ereignispunkte’.

Doch unsere heutigen Technologien sind Datenmüll. Als nächstes brauchen wir wirklich Big Data, Analytik und veränderte Prozesse, um die entsprechenden Ergebnisse zu realisieren.

Das macht den wesentlichen Unterschied aus. Und deshalb denke ich, dass die Zukunft der Bedarfsplaner und Planungsmanager in der Bewältigung von Ausnahmesituationen zu sehen ist.”

Gerald Tan, CEO, Pan Asia Logistics Singapore Pte Ltd

„Ich denke, dass Automatisierung an sich die Zukunft nicht ausmachen wird, weshalb an diesem Punkt die menschliche Schnittstelle ins Spiel kommen muss.

Letzten Endes kann nur der Mensch für Innovation und Kreativität sorgen. Deshalb stellt sich jetzt die Frage, wie wir die menschliche Verbindung zur Technologie herstellen und wie es uns gelingt, über das heute Sichtbare hinaus innovativ zu sein.”

Und Sie? Wo sehen Sie sich selbst in der Supply-Chain der Zukunft? Verfassen Sie einfach nachstehend einen Kommentar oder lesen Sie mehr von der Quintiq World Tour.

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