Machen Sie Ihre Planungsstrategien Industrie 4.0-fähig

iStock-544737644In meinem Blogeintrag Wir leben im Zeitalter der Industrie 4.0. Sie auch? habe ich Strategien aufgezeigt, wie sich die Planung mithilfe intelligenter Planungstechnologien digitalisieren lässt, damit Unternehmen in einer Industrie, in der Menschen als Arbeitskräfte zunehmend von Robotern abgelöst werden, Schritt halten können und effizienter, kostengünstiger und flexibler werden. Die Erfahrungen, die Quintiq in hunderten Kundenprojekten gewonnen hat, die der Realisierung grundlegender Veränderungen dienten, lassen sich auf die folgenden zentralen Erkenntnisse reduzieren:

  1. Vereinfachen Sie Ihre Prozesse. Komplizierte Prozesse erfüllen ihren Zweck nicht mehr, da sie eigentlich zur leichteren Navigation durch Menschen gedacht waren. Maschinen und programmgesteuerte Intelligenzen decken rasch unnötige Komplexitäten auf. Die Business Consultants von Quintiq können Ihnen mithilfe mathematischer Optimierung aufzeigen, auf welchen Teil des Prozesses Sie gefahrfrei verzichten können.
  2. Roboterisierung, intelligente Fertigung und datengesteuerte Optimierung ermöglichen eine Standardisierung der Prozesse, wobei sie Beschaffung, Produktion und Vertrieb ungeachtet der Produktlinien und -kategorien miteinander verknüpfen. Nutzen Sie diese Möglichkeiten aus und vereinheitlichen Sie die Prozesse in allen Teilen Ihres Unternehmens. Dadurch werden die automatisierte Datenauswertung und die automatisierte, datengesteuerte Entscheidungsfindung standardisiert.
  3. Zentralisieren Sie die Entscheidungsplattform, aber erzwingen Sie nicht die Zentralisierung Ihrer Geschäftsentscheidungen. Viele Kunden von Quintiq verwendeten zunächst ein völlig dezentralisiertes Entscheidungssystem, da sie glaubten, dass lokales Wissen für optimale Entscheidungen förderlich sei. Das ist ein gewaltiger Irrtum: Denn durch Entscheidungen, die auf lokaler Ebene als optimal angesehen werden, können Ressourcen in einem anderen Teil des Unternehmens verschwendet werden. Bei effektiven Plattformmodellen verbleiben die zentrale Planung und die übergeordneten KPIs bei der Entscheidungsstelle, während dezentrale Feinplanungstools die lokalen Kapazitäten und Ressourcen maximieren. Maßnahmen gegen lokale Störungen werden unverzüglich im zentralen Plan angezeigt, sodass sowohl die lokalen als auch die zentralen Planer die Auswirkungen auf die KPIs des Gesamtunternehmens als auch der einzelnen Produktionsstätten in Echtzeit sehen können.
  4. Setzen Sie Automatisierung und Optimierung zielgerichtet und strategisch ein, um Ihre Ziele zu erreichen. Nutzen Sie Erkenntnisse aus Optimierungsprojekten, um Prozesse zu rationalisieren und zu standardisieren. Ändern Sie die Optimierungsregeln und -restriktionen entsprechend den von Ihnen vorgenommenen Vereinfachungen. Wenn Sie Optimierungsprojekte als Technologieproblem sehen (z. B. indem Sie eine veraltete Optimierungslösung durch eine moderne ersetzen), wird sich Ihre Technologieinvestition nicht in jedem theoretisch möglichen Bereich rentieren.

Entscheidend ist, dass Sie alle vier der genannten Aspekte umsetzen: Denn wenn Sie Ihre Geschäftsprozesse grundlegend verändern möchten, ist das mit Ihrer bisherigen KPI-Struktur nicht möglich. Dazu ändern sich die betrieblichen Erfordernisse zu schnell.

Moderne Verfahren der Planungsoptimierung können bei jedem Optimierungsdurchgang unendlich viel mehr KPIs berücksichtigen. Unternehmen, die unsere Technologie vor 10 Jahren erstmals einsetzten, arbeiteten vielleicht mit 5-10 entscheidenden KPIs. Heute messen sie ihre Leistungsfähigkeit anhand von 30-40 KPIs. Die weitere Digitalisierung der Fabriken und die steigende Zahl der Datenströme könnten dazu führen, dass Sie mehr KPIs messen und Ihr Unternehmen auf einer wesentlich granulareren Ebene optimieren können als bisher möglich. Aber Sie werden Ihre Planungsszenarien nicht mehr mit menschlicher Intelligenz optimieren können. Es ist also an der Zeit, Ihre Planungsabteilung zu digitalisieren und menschliches Lernen durch maschinelles Lernen zu ersetzen.

Bei diesem Blogeintrag handelt es sich um einen Auszug aus No world left for old style manufacturing auf LinkedIn.

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