Natur als Unsicherheitsfaktor in der Planung: Kennen Sie diese Herausforderung?

1469437037_iStock-32731630-XLARGE

Ist Ihr Agrarunternehmen von den Launen der Natur abhängig? Beziehen Sie Ihre produzierten Güter aus unterschiedlichen Ländern und stehen Sie deshalb vor logistischen Schwierigkeiten? Lesen Sie weiter und finden Sie heraus, vor welchen Herausforderungen Saatguthersteller stehen und wie Unternehmen ihre Effizienz dort steigern können, wo sie den größten Einfluss und Handlungsspielraum haben.

Der Druck zu liefern

Die globale Agrarwirtschaft steht vor enormen Herausforderungen: unberechenbare Wetterbedingungen aufgrund des Klimawandels wie Überschwemmungen, Hitze, Dürre sowie schnelles Bevölkerungswachstum und sich rasch ändernde Ernährungsgewohnheiten. Wächst die Bevölkerung im jetzigen Tempo weiter, werden im Jahr 2050 knapp 10 Milliarden Menschen auf der Welt leben. Die Saatguthersteller müssen ihre Produktivität und Effizienz massiv steigern, um Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Umfang und Vielfalt der Herausforderungen sind jedoch gewaltig und stellen Saatguthersteller bereits heute unter enormen Druck.

Mangelnde Transparenz

Saatguthersteller verarbeiten und mischen Saatgut entsprechend den Kundenanforderungen und Anbaubedingungen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass es tausende Varianten jeder Saatgutsorte gibt. Die Planer, die für Beschaffung, Versorgung und das gesamte Produktionsnetzwerk zuständig sind, planen die Saatgutverarbeitungs- und -mischprozesse in der Regel nach Bedarf. Dies hat jedoch zur Folge, dass wenig Zeit zur Verfügung steht, um auf Änderungen reagieren zu können. Wenn zum Beispiel die Nachfrage nach Zuckerrübensaatgut höher ausfällt als die Kapazitäten, müssen die Bestellungen zurückgestellt werden.

Stellen Sie sich vor, Sie beziehen Maissaatgut aus Frankreich und Spanien, verarbeiten und mischen es in Ungarn und liefern es dann nach Deutschland. Da es in der Branche üblich ist, die Produktions- und Logistikprozesse unabhängig voneinander zu planen, gibt es keine End-to-End Transparenz über die gesamte Supply-Chain und die Auswirkungen von Planungsentscheidungen sind nur sehr eingeschränkt vorhersehbar. Die Komplexität der Logistik bedeutet auch, dass sich Ihre Planer oftmals schwertun, einen reibungslosen Materialfluss innerhalb des Netzwerks zu gewährleisten.

Einschränkungen und Bedingungen miteinbeziehen

Das Ertragspotenzial von Nutzpflanzen steht im Fokus und es müssen leistungsfähige Sorten gezüchtet und angeboten werden. Im Hinblick auf die Qualität stehen Saatguthersteller vor ganz anderen Problemen als andere Hersteller. Sie können nicht einfach neues Saatgut herstellen, da die Züchtung und der Anbau eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen und sie so eine Verkaufssaison verpassen würden. Hinzu kommt außerdem, dass sich die Qualität des Saatguts im Laufe der Zeit verschlechtert, weshalb die Planer darauf achten müssen, dass ältere Chargen schnellstmöglich an die Kunden und Distributionszentren geliefert werden. Geschieht dies nicht, müssen sie eine gute Charge mit einer weniger optimalen Charge mischen, um die nachgefragte Qualität dennoch anbieten zu können. Bei einer frischen Charge entstehen beispielsweise aus 80 Prozent des Saatguts Pflanzen, wohingegen bei einer Charge, die bereits einige Monate alt ist, nur aus 50 Prozent Pflanzen entstehen. Um das Problem der unterschiedlichen Saatgutqualitäten in den Griff zu bekommen, müssen bei den Mischverhältnissen die Saatgutmerkale berücksichtigt werden. Die Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten der Saatgutmerkale erschwert den Planern die Suche nach den bestmöglichen Mischoptionen für die jeweiligen Chargen.

Überdenken Sie die Art und Weise, wie Sie planen

Aufgrund der genannten Faktoren und der Komplexität benötigen Saatguthersteller ein System, mit dem sie schnell einen alternativen Plan erstellen können, der sämtliche, neue Informationen enthält. Das System sollte die Planer außerdem in die Lage versetzen, verschiedene Optimierungsparameter anzupassen, wodurch sich die Reaktionsfähigkeit im Falle neuer oder unerwarteter Situationen sowie sich verändernder Geschäftsbedingungen deutlich verbessert. Da alle Änderungen im Produktionsplan sich auf den Logistikplan auswirken und umgekehrt, benötigen Saatguthersteller ein integriertes Planungssystem, das Produktion und Logistik miteinander vereint. Szenarienplanung und What-If-Szenarien erleichtern länderübergreifend die Suche nach einem Saatgutmix, der nicht nur die Ertragssituation verbessert, sondern auch die KPIs ihres Unternehmens fördert.

Mit der richtigen Softwarelösung können Saatguthersteller aber auch andere Agrarunternehmen:

–          die Kundenzufriedenheit steigern
–          Kosten minimieren und gleichzeitig die Produktivität erhöhen
–          ihre Bestände optimal nutzen
–          den Entscheidungsprozess effizienter gestalten

In der Vergangenheit benötigen Saatguthersteller Wochen für die Erstellung eines neuen Plans. Finden Sie heraus, wie sie mit dem richtigen Planungssystem über Nacht verschiedene Szenarien durchspielen können. Laden Sie einfach hier unsere Broschüre herunter.

Dieser Blogbeitrag wurde ursprünglich auf LinkedIn veröffentlicht.

Anna Burschik

Über Anna Burschik

Als Marketingexpertin und Hobby Fotografin, versuche ich immer Neues zu entdecken und die Welt aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Nachdem meine Karriere in Asien und Deutschland begann, konzentriere ich mich nun auf europäische Unternehmen in der Fertigung, ihre Produkte und Planungsherausforderungen. Ihre einzigartigen Geschichten und Wege inspirieren mich in meiner täglichen Arbeit an Kampagnen, Contents, Projekten und Veranstaltungen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *