Zugpersonal optimal planen im laufenden Betrieb: Mythos oder Realität?

Casey beginnt ihre Schicht um 5:00 Uhr morgens und der Tag sieht schon jetzt aus als würde er katastrophal werden.

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Der Wetterbericht sagt schwere Regenfälle an. Als Zugbegleiterin des 10:30-Uhr-Zugs von Rockville nach Upton rechnet Casey heute mit einem langen Arbeitstag – diese ältere Strecke hat viele Kurven, die nur langsam befahren werden können, und die Fahrgäste steigen erfahrungsgemäß langsamer ein und aus.

Obendrein ist heute der Tag, an dem Caseys Firma ein neues Echtzeit-Planungs- und Optimierungssystem in Betrieb nimmt.

„Dann wollen wir mal sehen, wie gut dieses neue System ist”, denkt Casey und lächelt gequält.

Laut Caseys Smartphone scheint ihr Plan ganz normal zu sein und alles pünktlich zu verlaufen. Sie erledigt ihre Routineaufgaben vor der Abfahrt und der Zug setzt sich in Richtung des ersten Halts in Rockville in Bewegung. Casey hakt ihren Fortschritt in der App auf ihrem Smartphone ab und bereitet sich darauf vor, die Fahrkarten zu kontrollieren und die Fahrgäste auf ihrer Fahrt nach Upton zu betreuen.

Bisher verläuft die Fahrt tatsächlich fahrplanmäßig. Doch bei der Ankunft am Bahnhof Middlebury hinterlässt das Wetter erste Spuren im sorgfältig geplanten Fahrplan des 10:30-Uhr-Zugs. Der Regen prasselt nur so herunter und das Ein- und Aussteigen geht nur langsam vonstatten, da es dauert, bis die Fahrgäste ihren Regenschirm geöffnet, den Reißverschluss ihrer Jacke hochgezogen und sich gegen den starken Wind gerüstet haben.

Außerdem teilt der Bordingenieur des Zuges den Fahrgästen mit, dass der Zug auf dem nächsten Streckenabschnitt nur sehr langsam fahren kann und dass es zu einer 20-minütigen Verspätung kommen wird.

„Na toll, das war’s dann mit meiner Pause am Nachmittag”, murmelt Casey in ihren Bart.

Zur gleichen Zeit in der Planungszentrale tritt Sarah in Aktion.

Sarah betrachtet ihr KPI-Dashboard und sieht sofort, dass es in Caseys Plan zu Konflikten kommen wird, wenn Sarah nicht aktiv etwas tun kann, um diese zu lösen.

Sarah weiß, dass das dank des neuen Planungs- und Optimierungssystems ein Kinderspiel wird. Sarah sieht Caseys Problem in ihrem grafischen Gantt-Diagramm für die Zugpersonalplanung. Dort klickt Sarah auf den markierten Konflikt und lässt sich vom neuen System einen Lösungsvorschlag anzeigen.

Das System liefert vier mögliche Lösungen, von denen die beste als erste aufgelistet wird. Sarah hält die als erstes aufgelistete Option auch für die beste, da hier zur Lösung der Konflikte nur ein anderer Mitarbeiter mit Casey den Zug tauschen muss. Sarah bestätigt ihre Wahl und ihre KPIs sind wieder im grünen Bereich. Brillant!

Die neue Push-Benachrichtigung lässt Caseys Handy vibrieren. Sie wischt übers Display und sieht, dass sie nach der Ankunft in Upton als Zugbegleiterin für eine einfache Fahrt auf der Strecke nach Nordosten eingesetzt wird, bevor sie auf einer anderen Strecke zurück nach Rockville fährt.

„Wow, das ging aber schnell!” sagt sie mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Und wie aufs Stichwort setzt sich der 10:30-Uhr-Zug in Bewegung und Casey kontrolliert für den Rest dieses Regentages gutgelaunt die Fahrkarten. Sie wird gut erholt ihren morgigen Dienst antreten, bereit sein, ihre Fahrgäste zu betreuen, und alle etwaigen Änderungen souverän meistern.

Klingt diese Geschichte wie Wahrheit oder Dichtung? Wie gut reagiert Ihr Zugpersonalplanungs- und -optimierungssystem auf Störungen und wie gut kommuniziert es mit Ihrem fahrenden Personal? Verfassen Sie einfach nachstehend einen Kommentar.

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